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... Andenken segnet ...

"Einfach gehst Du und still durch die eroberte Welt."

Mein preisendes Wort über solche, die reines und unschuldiges Herzens sind.

... Andenken segnet ...

Ich erinnere mich meiner Kindheit und freue mich, die Freude meines Sohnes zu anticipieren. Der Mensch ist nur einmal in seinem Leben Kind, und er muß es bleiben, bis er seine Kindheit auf ein anderes fortgeerbt hat.

... Andenken segnet ...

Solange man den Druck der Bedürfnisse fühlt, hält man es für das höchste Gut, darüber beruhigt zu werden. Und doch - was hat man, wenn das auch geschehen ist - einen äußerlichen schmerzlosen Zustand, wobei sehr oft die innere Unruhe desto lauter wird. -

... Andenken segnet ...

Sonderbar, fast jedes Erwachen und Niederlegen nähert mich einem Entschluß um einen Schritt mehr, den ich beinahe als ausgemacht vorher sehe. Ich bedarf einer Krisis.

... Andenken segnet ...

Unabhängigkeit, die ich sonst für das höchste Gut gehalten, wird mir nunmehr eben dadurch lästig, weil sie mir aufgedrungen wird.

... Andenken segnet ...

Laß mich bald von Deiner Thätigkeit hören. Ich werde Dich desto lieber haben, je mehr ich Dich hochachten kann.

... Andenken segnet ...

Wenigstens wollen wir Arm in Arm bis vor die Fallthüre der Sterblichkeit dringen, wo die Linien zwischen Menschen und Geistern gezogen sind.

... Andenken segnet ...

Der reine Reflex aus der begegnenden Brust. Eine größere Belohnung, als der laute Zusammenruf der Welt, die einzige süße Entschädigung für tausend trübe Minuten.

... Andenken segnet ...

Der Himmel hat uns seltsam einander zugeführt, aber in unserer Freundschaft soll er ein Wunder gethan haben. Eine dunkle Ahndung ließ mich so viel, so viel von Euch erwarten, als ich meine Reise nach Leipzig beschloß, aber die Vorsehung hat mir mehr erfüllt, als sie mir zusagte, hat mir in Euren Armen eine Glückseligkeit bereitet, von der ich mir damals auch nicht ein Bild machen konnte.

... Andenken segnet ...

So ein Geschenk von ganz unbekannten Händen - durch nichts als die bloße reinste Achtung hervorgebracht - aus keinem andern Grund, als mir für einige vergnügte Stunden, die man bei Lesung meiner Produkte genoß, erkenntlich zu seyn - ein solches Geschenk ist mir größre Belohnung, als der laute Zusammenruf der Welt, die einzige süße Entschädigung für tausend trübe Minuten. - Und wenn ich das nun weiter verfolge, und mir denke, daß in der Welt vielleicht mehr solche Zirkel sind, die mich unbekannt lieben, und sich freuten, mich zu kennen, daß vielleicht in 100 und mehr Jahren - wenn auch mein Staub schon lange verweht ist, man mein Andenken segnet, und mir noch im Grabe Tränen und Bewunderung zollt - dann meine Theuerste freue ich mich meines Dichterberufes, und versöhne mich mit Gott und meinem oft harten Verhängniß.

... Andenken segnet ...

Johann Christoph Friederich Schiller

... Andenken segnet ...

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Published by Susanne Ulrike Maria Albrecht

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