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20. November 2012 2 20 /11 /November /2012 14:59
CHRISTIAN ROßTÄUSCHER

Christian-Ro-tauscher-002.JPG

 

 

Selbstbildnis

 

von

 

Christian Roßtäuscher

 

(1805 - 1835)

 

 

 

 

 

 

Christian Roßtäuscher - Ein Künstlerschicksal

 

 

 

 

Christian Roßtäuscher 002

 

 

 

Noch zu Napoleons Zeiten wurde im Jahre 1805 Christian Roßtäuscher außerhalb der damaligen

 

Zweibrücker Stadtgrenze geboren. Sein Vater, Valentin Roßtäuscher, war aus Thüringen nach

 

Zweibrücken gekommen und arbeitete als Zimmermann und Flößer. Die Mutter hieß Elisabeth,

 

geborene Brennemann. Seinen Vater verlor der junge Christian schon mit neun Jahren. Er starb an

 

der vom zurückflutenden französischen Heer mitgebrachten "Kriegsseuche", welcher damals viele

 

Zweibrücker Bürger erlagen.

 

 

 

Christian Roßtäuscher 001

 

 

 

Die frühe künstlerische Begabung von Christian Roßtäuscher wurde vom ehemaligen Zweibrücker

 

Hofmaler Christian von Mannlich bei seinem längeren Aufenthalt 1818 in der Herzogstadt erkannt

 

und gefördert. Der junge Roßtäuscher kannte die mit nazarenischem Anklang gemalten Spätwerke

 

Mannlichs in seiner Heimatstadt.

 

Wie jeden aufstrebenden jungen Künstler zog es Christian Roßtäuscher nach München, der

 

bayerischen und damit auch pfälzischen Hauptstadt. Die Vorbilder Mannlichs im Gedächtnis war es

 

ganz folgerichtig, dass er zu Peter von Cornelius an die Kunstakademie zur Ausbildung kam. Peter

 

von Cornelius, 1783 in Düsseldorf geboren, schloss sich 1811 in Rom den Nazarenern an, einer

 

Gruppe deutscher Maler, welche als ihr Ideal die religiöse und altdeutsche Kunst verstanden. Er

 

wurde 1819 nach München berufen und war dort von 1824 bis zu seiner Berufung nach Berlin 1841

 

Direktor der Kunstakademie. Unter seiner Ausbildung wagte sich der junge Christian Roßtäuscher

 

an die Ausführung eines großen christlichen Kultbildes "Die Darstellung Jesus".

 

 

 

Die Darstellung Jesus von Christian Roßtäuscher (1805-183

 

 

 

Das verschollene Gemälde stellt sechs Personen dar: den Heiland, Maria, Maria Magdalena und

 

im Hintergrund die drei Lieblingsjünger von Jesus.

 

Wie Christian Roßtäuscher selbst über die später oft verächtlich behandelten Bilder religiösen

 

Inhalts dachte, zeigt eine Tagebucheintragung:

 

"Sind es die Zeitverhältnisse oder der religiöse Sinn,

 

Geschmack oder Charakter des Publikums, daß es solche Sachen liebt, die unterhalten, romanhaft,

 

modisch, närrisch, witzig sind und überhaupt ein effektvoll oberflächliches Ganze haben,

 

Nußknackergeschichten oder eine Landschaft voll Ochsen und Esel? Wenn nur die Sache keine

 

ernste Seite hat, die Verstand und Herz in Anspruch nimmt, so findet sie Tausende dieser

 

gefühlvollen, zarterweichten Brünettenbeschauer als Verehrer." 

 

Aufgrund der hohen Qualität dieses Gemäldes hat König Ludwig I. dem jungen Maler Christian

 

Roßtäuscher ein Stipendium für eine Studienreise nach Rom verliehen.

 

1835, kurz nach der Fertigstellung des Bildes, starb der begnadete Maler Christian Roßtäuscher

 

auf der Reise nach Rom.

 

 

 

 

Die Darstellung Jesus von Christian Roßtäuscher (1805-183

CHRISTIAN ROßTÄUSCHER
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Published by Susanne Ulrike Maria Albrecht
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