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2. November 2011 3 02 /11 /November /2011 12:56

 

 

 

Eichhörnchen

 

 

Heißa, wer tanzt mit mir?

 

Lustig und munter!

 

Kopfüber, kopfunter

 

Mit Manier!

 

 

Immerfort

 

Von Ort zu Ort,

 

Jetzo hier,

 

Jetzo dort! Hopp!

 

Ohne Ruh, ohne Rast,

 

Vom Zweig auf den Ast,

 

Vom Ast auf den Wipfel hoch in die Luft,

 

Im Blättersäusel und Blütenduft!

 

 

Immerzu

 

Ohne Rast, ohne Ruh!

 

Heut ist Kirms und heut ist Ball!

 

Spielet, Drossel, Nachtigall,

 

Stieglitz, Amsel, Fink und Specht,

 

Pfeift und geigt und macht es recht!

 

Ich bin ein Mann,

 

Der tanzen kann.

 

 

Hänschen Eichhorn heiß' ich,

 

Was ich gelernt hab', weiß ich.

 

Kommt der Jäger in Wald hinein,

 

Will mir kein Vogel singen;

 

Hänschen läßt das Tanzen sein,

 

Tanzen, Hüpfen und Springen;

 

Hänschen schlüpft hinein zum Haus,

 

Hänschen schaut zum Haus heraus,

 

Hänschen lacht den Jäger aus

 

 

                              Hoffmann von Fallersleben

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

 

 

 

 

 

 

baum-0007.gif von 123gif.de

 

 

 

 

 

 

Das Eichhörnchen ist der Botschafter zwischen

 

den Welten, es steht sowohl für das Reich

 

der Naturengel und Naturwesen wie auch für

 

das Reich der Ahnen.

 

Die Eichhörnchen sind die Spurenleser der Seele.

 

Sie verkörpern Wünsche, Pläne, Ideen und Hoffnungen.

 

Und sie können zwischen den Dimensionen

 

und Welten schnell wechseln und so ein Botschafter

 

anderer Reiche sein.

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag ist allen Eichkatzerln gewidmet.

 

 

                            Susanne Albrecht

 

                   Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Lyrik ist die Momentaufnahme der Seele."

 

                                                  von Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

 

 

 

8. Wolfgang A. Windecker

 

Lyrikpreis

 

2011

 

Platz 2: Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

 

 

 

"Dankbarkeit und Liebe sind Geschwister."

 

                                             Christian Morgenstern

 

                          Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern     

 

 

 

 

 

"Ich fürchte nichts - nichts - als die Grenzen Deiner Liebe."

 

                                                       Friedrich Schiller

 

                                  Johann Christoph Friederich Schiller

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30. Oktober 2011 7 30 /10 /Oktober /2011 19:30

 

 

geburtstag-0146.gif von 123gif.de

 

 

 

 

 

 

"Ich hab getan, was ich nicht lassen konnte."

 

                  Friedrich Schiller, Wilhelm Tell

 

 

 

 

 

 

Zum Geburtstag ( 10. November ) von Johann Christoph Friederich Schiller.

 

 

 

 

"Das Höchste sind große Gedanken und

 

                        ein reines Herz."

 

                                           Friedrich von Schiller

 

 

 

 

 

Ein dreifaches Hoch auf den Dichterfürsten!

 

 

 

 

 

"Wer sieht so scharf, so tief, wer anders,

 

         als der Falkenblick der Liebe."

 

 

 

"Der schönste Schatz gehört dem Herzen an,

 

    das ihn erwidern und empfinden kann."

 

 

 

     "Wer etwas Großes leisten will, muss tief

 

eindringen, scharf unterscheiden, vielseitig verbinden

 

                und standhaft beharren."

 

 

 

                                           Friedrich Schiller

 

                           Johann Christoph Friederich Schiller

 

 

 

 

 

Mein Credo ist: "Ehre, wem Ehre gebührt."   " ... Am Ende siegt immer die Gerechtigkeit!"

 

 

                                                                           Susanne Albrecht

 

                                                             Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

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16. Oktober 2011 7 16 /10 /Oktober /2011 19:31

 

 

Ora et labora

 

- bete und arbeite

 

 

"Ubi caritas et amor ibi, Deus est."

 

- "Wo Liebe und Güte wohnt, dort ist Gott."

 

 

 

 

 

 

 

Bald ist Winter!

 

Darum ein paar Wintergedichte von einem

 

meiner Lieblingsdichter Christian Morgenstern

 

(Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern).

 

Er war Tierschützer, Vegetarier und ein

 

begnadeter Dichter.

 

 

 

 

 

 

weihnachten-0430.gif von 123gif.de

 

 

 

 

Winter

 

Der Fjord mit seinen Inseln liegt

 

wie eine Kreidezeichnung da;

 

die Wälder träumen schnee - umschmiegt,

 

und alles scheint so traulich nah.

 

So heimlich ward die ganze Welt ...

 

als dämpfte selbst das herbste Weh

 

aus stillem, tiefem Wolkenzelt

 

geliebter, weicher, leiser Schnee.

 

 

 

 

 

Wenn es Winter wird

 

Der See hat eine Haut bekommen,

 

so dass man fast drauf gehen kann,

 

und kommt ein großer Fisch geschwommen,

 

so stößt er mit der Nase an.

 

Und nimmst du einen Kieselstein

 

und wirfst ihn drauf, so macht es klirr

 

und titscher - titscher - titscher - dirr ...

 

Heißa, du lustiger Kieselstein!

 

Er zwitschert wie ein Vögelein

 

und tut als wie ein Schwälblein fliegen -

 

doch endlich bleibt mein Kieselstein

 

ganz weit, ganz weit auf dem See

 

draußen liegen.

 

Da kommen die Fische haufenweis

 

und schaun durch das klare Fenster von Eis

 

und denken, der Stein wär etwas zum

 

Essen;

 

doch sosehr sie die Nase ans Eis auch pressen,

 

das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,

 

sie machen sich nur die Nasen kalt.

 

Aber bald, aber bald

 

werden wir selbst auf eignen Sohlen

 

hinausgehn können und den Stein wiederholen.

 

 

 

 

 

Neuschnee

 

Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen

 

mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,

 

einen ersten schmalen Pfad zu schrägen

 

durch des Schneefelds jungfräulicher Flur -

 

kindisch ist und köstlich solch Beginnen,

 

wenn der Wald dir um die Stirne rauscht

 

oder mit bestrahlten Gletscherzinnen

 

deine Seele leuchtende Grüße tauscht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Es war einmal eine Glocke" ist eines

 

meiner absoluten Lieblingsgedichte.

 

Zum Weinen schön.

 

 

                         -  Susanne Ulrike Maria Albrecht,

 

                Tierschützerin, Vegetarierin und Dichterin

 

 

 

 

 

 

 

Es war einmal eine Glocke

 

Es war einmal eine Glocke,

 

die machte baum, baum.

 

Und es war einmal eine Flocke,

 

die fiel dazu wie im Traum.

 

Die fiel dazu wie im Traum ...

 

Die sank so leis hernieder

 

wie ein Stück Engleingefieder

 

aus dem silbernen Sternenraum.

 

Es war einmal eine Glocke,

 

die machte baum, baum.

 

Und dazu fiel eine Flocke,

 

so leise wie im Traum.

 

So leis als wie ein Traum

 

Und als vieltausend gefallen leis,

 

da war die ganze Erde weiß,

 

als wie von Engleinflaum.

 

Da war die ganze Erde weiß,

 

als wie von Engleinflaum.

 

 

                       Christian Morgenstern

 

Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern

 

 

 

 

 

 

 

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14. Oktober 2011 5 14 /10 /Oktober /2011 13:31

 

Herbst

 

 

Zu Golde ward die Welt;

 

zu lange traf

 

der Sonne süßer Strahl

 

das Blatt, den Zweig.

 

Nun neig

 

dich, Welt, hinab

 

 

Bald sinkt's von droben dir

 

in flockigen Geweben

 

verschleiernd zu -

 

und bringt dir Ruh,

 

o Welt,

 

o dir, zu Gold geliebtes Leben,

 

Ruh.

 

 

           Christian Morgenstern

 

Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Bruder im Geiste sagt. "In der Satire wird die Wirklichkeit als

 

Mangel dem Ideal als der höchsten Realität gegenüber

 

gestellt." Ein Zitat über Satire von Johann Christoph Friederich Schiller.

 

 

 

 

In diesem Sinne ... wünsche ich Euch allen ein

 

                                            Happy Halloween ...

 

 

 

Susanne Ulrike Maria Albrecht,

 

charmant und manchmal

 

sarkastisch.

 

 

 

 

 

8. Wolfgang A. Windecker

 

Lyrikpreis

 

2011

 

Platz 2: Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

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12. Oktober 2011 3 12 /10 /Oktober /2011 12:45

 

Engel steigen aus

 

ihren himmlischen

 

Sphären herab

 

Engel sind immer

 

und überall

 

Engel machen Wünsche

 

wahr

 

Engel begleiten Dich

 

Tag und Nacht

 

Engel führen Dich

 

sicher

 

Engel hüllen Dich

 

in ihre Flügel ein

 

Engel sind die Boten

 

Gottes

 

Engel lassen Wunder

 

in Erfüllung gehen

 

 

Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

(Für Gabriel, meine treue Begleiterin - ich

 

vertraue auf Dich. Danke für Deine Gnade,

 

danke für Deine Güte, danke für Deinen

 

Segen.)

 

 

 

 

 

 

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5. Oktober 2011 3 05 /10 /Oktober /2011 19:12

 

Elefanten schützen und mitmachen beim

 

IFAW Animal Action Programm ab dem

 

4. Oktober

 

 

 

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

 

 

die Elefanten sind immer noch in großer

 

Gefahr.

 

 

Auch 20 Jahre nach Inkrafttreten des

 

internationalen Verbots von Elfenbeinhandel

 

werden Elefanten wegen des so genannten

 

weißen Goldes gewildert. Es wird auf einem

 

weltweiten Schwarzmarkt gehandelt, der den

 

illegalen Waffen - und Drogenmärkten in

 

Größe und Bedeutung kaum nachsteht.

 

 

Deshalb sind die Elefantenpopulationen in

 

einigen afrikanischen Ländern wie Tschad

 

und Demokratische Republik Kongo fast

 

vollständig ausgestorben.

 

 

Ich weiß, dass die Elefanten Ihnen nicht

 

gleichgültig sind, und bin sicher, dass Sie

 

uns dabei helfen werden, diese gefährliche

 

Entwicklung möglichst schnell zu stoppen!

 

 

Machen Sie mit beim Animal Action Programm

 

des IFAW, das am 4. Oktober startet und

 

an dem über sieben Millionen Schüler, Lehrer

 

und Familien aus über 15 Ländern weltweit

 

teilnehmen werden.

 

 

Im Rahmen des diesjährigen Themas "Mach

 

Dich stark für Elefanten" informieren wir über

 

die Gefahren, denen die sympathischen

 

Dickhäuter ausgesetzt sind, und machen

 

Vorschläge, wie wir alle einen Beitrag zur

 

Rettung der Art leisten können.

 

 

Gier und Grausamkeit

 

 

Schnelles Geld mit einfacher Beute. Diese

 

Kombination ist unwiderstehlich für organisierte

 

Wildererbanden, die ganze Elefantenfamilien

 

töten und ihre Stoßzähne auf dem Schwarzmarkt

 

verkaufen. Versuchen Wildhüter die Elefanten

 

zu schützen, müssen sie mit lebensgefährlichen

 

Schusswechseln rechnen. Der Elfenbeinhandel

 

fördert Konflikte und Unfrieden - ganz ähnlich

 

wie das Geschäft mit Blutdiamanten.

 

Elefantenstoßzähne bringen viel Geld oder

 

lassen sich gegen Waffen oder Drogen tauschen.

 

Anschließend werden sie dann zu Schnitzereien

 

oder Schmuck für Käufer in Asien, Europa

 

und Nordamerika verarbeitet.

 

 

 

Aktuelle Umfragen haben erstaunlicherweise

 

gezeigt, dass viele Menschen gar nicht wissen,

 

dass Elefanten sterben müssen, damit Wilderer

 

an ihre Stoßzähne gelangen. Deshalb ist

 

Informations - und Öffentlichkeitsarbeit so

 

wichtig.

 

 

So können Sie mithelfen:

 

 

Nutzen Sie Ihre Macht als Verbraucher  -  Jede

 

Elfenbeinschnitzerei stammt von einem toten

 

Elefanten. Wir müssen die Märkte schließen.

 

Wenn wir kein Elfenbein kaufen, werden

 

Elefanten nicht wegen ihrer Stoßzähne getötet.

 

 

Helfen Sie den Elefanten. Man sagt, dass

 

Elefanten niemals vergessen. Es ist unsere

 

Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Elefanten

 

nicht zur bloßen Erinnerung verblassen.

 

 

Vielen Dank.

 

 

Leonardo DiCaprio

 

Ehrenamtliches IFAW - Vorstandsmitglied

 

 

 

 

 

Wir brauchen Ihre Hilfe zur Rettung der Elefanten!

 

 

 

 

 

 

 

"Bitte unterschreiben

 

Sie wie ich, die

 

IFAW Petition zur

 

Rettung der Elefanten."

 

 

-  Susanne Ulrike Maria Albrecht,

 

Schriftstellerin und Aktivistin

 

 

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5. Oktober 2011 3 05 /10 /Oktober /2011 16:56

 

In alten Zeiten trugen die Igel keine Stacheln, sondern

 

seidenweiches Haar, so mollig und lang wie die Angora-

 

karnickel heutzutage. Wenn du artig bist und fein zuhören

 

kannst, will ich dir erzählen, wie sie zu den steifen Pieks-

 

borsten kamen. Soll ich?

 

 

Da war ein Swinegel, hieß Schnauf, der wollte gern

 

heiraten. Wußte auch wohl, wen. Da war nämlich ein Igel-

 

fräulein, hieß Schnief. Und sie paßten gut zusammen, denn

 

vom spitzen Schnäuzlein bis zum Stummelschwänzlein

 

glichen sich beide aufs Haar:

 

 

                             Augen gleich klein,

 

                             Nasen gleich fein,

 

                             Zähnchen gleich spitz,

 

                             Köpfchen voll Witz,

 

                             Beinchen gleich schief

 

                             bei Schnauf und bei Schnief.

 

 

Na, das war gut soweit. Weil aber der Schnauf so gerne

 

Mäuse fraß, so konnte er sich wohl denken, daß auch

 

Schnief nichts gegen Mäusebraten haben würde. Deshalb

 

ging er hin und lauerte vor einem Loche, bis er ein fettes

 

Mäuslein erwischt hatte. Das gedachte er seiner Schnief

 

mitzubringen als Brautgeschenk.

 

 

Gerade wollte er mit seiner Beute abziehen, da hörte er

 

ein Zischen. Und sieh, da lag die Kreuzotter um einen Stein

 

gerollt in der blanken Sonne, die böse Kreuzotter, der kein

 

Tier über den Weg traut, einmal ihrer giftigen Zähne wegen,

 

und zweitens, weil alle sagen, daß sie hexen könne, wenn

 

sie ihren richtigen Tag hat.

 

 

"Du, das war meine Maus!" wispelte die Otter. "Gib sie

 

her, die wollte ich fangen."

 

"Hier gilt kein Wollen, hier gilt bloß Haben!" erwiderte

 

Schnauf und setzte sich auf seine Maus.

 

"Sei nicht so dreist, Igel Langhaar, sonst beiß ich dich

 

und mach dich stumm und steif!" sagte das böse Geschöpf

 

und schaute meinen lieben Igel mit eiskalten Augen an, daß

 

ihn fast schauderte. Aber bange war er nicht. "Komm nur

 

heran, du fußloser Schuppenwurm!" rief Schnauf, "so wirst

 

du fühlen, wie meine spitzen Zähne deine Knochen be-

 

suchen."

 

 

Nun kann eine Schlange dreierlei nicht vertragen:

 

Erstens mag sie nicht daran erinnert werden, daß sie keine

 

Füße hat, zweitens ärgert sie sich sehr, wenn man sie den

 

Würmern gleichstellt, drittens aber ist sie schrecklich nei-

 

disch auf alle, die weiches Haar oder Federn tragen. Denn

 

all ihre Hexenkunst kann ihr selber nicht dazu verhelfen.

 

Darum zischte sie voll Wut und Bosheit:

 

                                         "Steifes, hartes Stachelkleid

 

                                           wünsch ich dir für alle Zeit.

 

                                           Dir und allen deinesgleichen

 

                                           soll nie mehr das Fell erweichen!"

 

 

O weh! Kaum hatte die Schlange diesen Zauber ge-

 

zischelt, da knackte und zog es dem Igel durch Haut und

 

Haar. Und die weichen Locken streckten sich, standen

 

steif hin und wandelten ihre Farbe in ein häßliches Braun.

 

 

Da weinte mein armes Igelchen bitterlich und lief hin

 

zu seiner Braut, um bei ihr Trost zu suchen. Aber ach! Die

 

war just so jämmerlich verwandelt, und sie sahen einander

 

traurig an und schnauften und schnieften, daß es einen Stein

 

hätte erbarmen können.

 

 

"Ach, liebe Schnief!" klagte Schnauf, "ich bin schuld an

 

deinem und meinem Unglück. Was mußte ich auch die

 

giftige Hexe reizen!"

 

"Mein lieber Schnauf!" sagte Schnief, "die meiste Schuld

 

habe ich! Hättest du mir die Maus nicht schenken wollen,

 

so wäre nichts geschehen!"

 

 

Da rieben die beiden ihre Näschen aneinander und ver-

 

sprachen, treu zusammenzuhalten in ihrem Elend.

 

Weil sie aber so tief in Kummer versunken waren, so

 

merkten sie nicht, wie einer durch die Büsche geschlichen

 

kam, der trug einen roten Pelz und hatte die Nase am Boden

 

und den buschigen Schwanz wie eine Fahne in der Luft.

 

Soll ich verraten, wer das war, oder weißt du's schon?

 

 

"Hier riecht's nach Igel!" brummelte der Fuchs; "doppelt

 

sogar! Wart, ich werde die langhaarigen Tapse gleich

 

haben!" Und ohne recht hinzuschauen, patschte er mit der

 

Pfote hin, wo sich das Gras bewegte.

 

 

Dem Schnauf und der Schnief fuhr ein gewaltiger Schreck

 

durch die Glieder, und es sträubten sich ihnen die Haare.

 

 

Die Haare? Ich mein die Borsten, die stachligen, die starr-

 

ten steif nach allen Seiten. Reineke Fuchs aber erschrak

 

noch mehr; denn ihm war, als hätte er in ein Nadelkissen

 

gelangt, in dem die Stecknadeln umgekehrt drin stecken.

 

"Nanu?" dachte er, schnüffelte nochmal zu und stieß mit

 

der Nase gegen eine zweite Piekskugel, daß ihm das Blut

 

ins Maul leckte.

 

"Pfui Teufel!" fauchte er. "Wie Igel riecht's, wie Nadeln

 

sticht's!   -  Was ist das bloß?" Damit ging er rückwärts

 

auf drei Beinen und schlenkerte sich die roten Tropfen von

 

der Nase.

 

 

Igel und Igelin guckten sich an, als der Rotrock so schnell

 

verschwunden war.

 

 

"Warum ist der Fuchs fortgelaufen?" fragte Schnief.

 

Schnauf zuckte die Achseln, daß die Stacheln klapperten.

 

Dann aber fand er die Blutstropfen im Grase und merkte,

 

warum der Fuchs den Appetit verloren hatte. Da sagte er:

 

"Die falsche Schlange hat uns eine gute Waffe angezau-

 

bert; nicht um die Welt gäb ich das Stachelkleid wieder her!

 

Jetzt brauchen wir weder Zunge noch Zahn zu fürchten;

 

komm, wir wollen das tückische Wesen umbringen!"

 

 

Das taten sie unverzüglich. Und als sie tot lag und nicht

 

mehr zuckte, die böse Kreuzotter, da verspeisten die Igel

 

ihren schuppigen Leib; Schnauf fing beim Kopf an und

 

Schnief beim Schwanz, und in der Mitte hörten sie auf und

 

leckten sich die Lippen: "Hat gut geschmeckt!"

 

 

Siehst du, so kommt es, daß der Igel den Stachelpanzer

 

noch heute trägt und daß er keine Kreuzotter leiden kann.

 

 

 

                               ERZÄHLT VON HAGDIS HOLLRIEDE

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

liebe-0234.gif von 123gif.de

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29. September 2011 4 29 /09 /September /2011 10:16

 

Love's Philosophy

 

 

The fountains mingle with the river

 

And the rivers with the ocean,

 

The winds of heaven mix for ever

 

With a sweet emotion;

 

Nothing in the world is single,

 

All things by a law divine

 

In one another's being mingle -

 

Why not I with thine?

 

 

See the mountains kiss high heaven,

 

And the waves clasp one another;

 

No sister - flower would be forgiven

 

If it disdain'd its brother;

 

And the sunlight clasps the earth,

 

And the moonbeams kiss the sea -

 

What are all these kissings worth,

 

If thou kiss not me?

 

 

                                   Percy Bysshe Shelley

 

 

 

 

 

 

 

 

Poetry is witness.

 

 

 

 

 

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21. September 2011 3 21 /09 /September /2011 17:46

 

Ich nahm gerade an dieser wichtigen

 

Online - Kampagne teil. Wir brauchen so viele

 

Teilnehmer wie möglich. Bitte fordere auch

 

Du die weltweite Anerkennung des Tierschutzes.

 

Klicke auf den untenstehenden Link und

 

unterzeichne die "Allgemeine Tierschutzerklärung".

 

 

 

 

Für alle, die sich um das Schicksal der Tiere dieser Welt sorgen. Vielen Dank.

 

 

 

 

Vielen Dank.

 

 

 

 

 

 

Das Recht auf Leben

 

"Tiere haben ein Recht auf Leben. Es gibt nichts, was

 

alle Menschen von allen Tieren unterscheidet."

 

                                              Jeremy Bentham

 

 

 

 

 

Ich sage: "Ich liebe Tiere!"

 

                                   Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

8. Wolfgang A. Windecker Lyrikpreis 2011, Platz 2: Susanne Ulrike Maria Albrecht.

 

 

 

http://delphinpaar.lifestylebloggo.de

 

http://delphinpaar.lifestylebloggo.de/31989/Lasst-die-Hunde-leben/

 

http://delphinpaar.lifestylebloggo.de/31991/Helfen-Sie-den-Hundefleischhandel-zu-stoppen/

 

http://www.blogigo.de/ENGEL0311

 

 

 

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16. September 2011 5 16 /09 /September /2011 21:29

 

Franz von Assisis Gedenktag.

 

 

 

Respekt und Fürsorge für alle Tiere dieser Welt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

rehe-0001.gif von 123gif.de

 

 

 

 

DAS GEBET

 

 

Die Rehlein beten zur Nacht,

 

hab acht!

 

 

Halb neun!

 

Halb zehn!

 

Halb elf!

 

Halb zwölf!

 

Zwölf!

 

 

Die Rehlein beten zur Nacht,

 

hab acht!

 

Sie falten die kleinen Zehlein,

 

die Rehlein.

 

 

                     Christian Morgenstern

 

Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern

 

 

           

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